Kinderorthopädie
Die Abteilung befasst sich mit der chirurgischen Behandlung aller Arten von Erkrankungen des Bewegungsapparats (Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und Sehnen) bei Kindern, von der Geburt bis zum Erwachsenenalter.
Letztes Aktualisierungsdatum 01.06.2026 08:30:04
Kinderorthopädie befasst sich mit der chirurgischen Behandlung sämtlicher Erkrankungen und Fehlbildungen des Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und Sehnen) vom Zeitpunkt der Geburt bis zum Erreichen des Erwachsenenalters. Der wichtigste Unterschied zur Erwachsenenorthopädie und Unfallchirurgie besteht darin, dass sich die Kinderorthopädie mit den Problemen eines noch wachsenden Bewegungsapparates beschäftigt.
Was ist Kinderorthopädie?
Die Kinderorthopädie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Knochen, Gelenke, Muskeln und Bindegewebe bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 Jahren befasst. Diese Erkrankungen können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein.
Kinderorthopäden wenden verschiedene Behandlungsmethoden an, darunter medikamentöse Therapien, Physiotherapie, orthopädische Hilfsmittel und operative Eingriffe.
Die Kinderorthopädie spielt eine entscheidende Rolle für die gesunde Entwicklung von Kindern. Durch die frühzeitige Diagnose und die geeignete Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates unterstützen Kinderorthopäden ein normales Wachstum und eine altersgerechte Entwicklung.

Welche Erkrankungen behandelt die Kinderorthopädie?
Bei Gangstörungen, Hüftgelenkproblemen, Hinken, Beinfehlstellungen oder Deformitäten, Beinlängendifferenzen, Fußdeformitäten, Haltungsschäden, Wirbelsäulendeformitäten, Knochenbrüchen, Gelenkverrenkungen, Knochen- und Gelenkinfektionen oder Verdacht auf Muskel- und Knochentumoren sollte ein Kinderorthopäde konsultiert werden.
• Behandlung von Knochendeformitäten und Gliedmaßenverkürzungen (Deformitätskorrektur und Knochenverlängerung)
• Behandlung orthopädischer Probleme infolge neurologischer Erkrankungen im Kindesalter (z. B. Zerebralparese, Spina bifida)
• Behandlung angeborener und entwicklungsbedingter Extremitätenanomalien (Morbus Blount, Tibia vara, Fibulahemimelie, Tibiahemimelie, angeborene Femurverkürzung, kongenitale Pseudarthrose der Tibia, Polydaktylie, Zehenspitzengang)
• Behandlung von Fuß- und Sprunggelenksproblemen bei Kindern (Pes equinovarus/Klumpfuß, Plattfuß, Tarsalkoalition, Hallux valgus)
• Behandlung von Hüfterkrankungen bei Kindern und jungen Erwachsenen (entwicklungsbedingte Hüftdysplasie, Morbus Perthes, Epiphysiolysis capitis femoris, Coxa vara)
• Behandlung von Frakturen im Kindesalter und frakturbedingten Komplikationen (Tibia-, Fibulafrakturen)
• Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen im Kindesalter (Skoliose)
• Behandlung genetischer und metabolischer Knochenerkrankungen im Kindesalter (Osteogenesis imperfecta, Rachitis, Mukopolysaccharidosen, Skelettdysplasien)
Kinderorthopädische Klinik des Liv Hospital
Die Kinderorthopädische Klinik des Liv Hospital befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, die im Kindesalter durch angeborene oder erworbene neurologische, infektiöse, tumorbedingte, traumatische oder andere Ursachen entstehen.
Im Liv Hospital steht ein speziell auf Kinder und junge Erwachsene spezialisierter Facharzt für Kinderorthopädie zur Verfügung.
Das Hauptziel der Kinderorthopädischen Klinik des Liv Hospital besteht darin, Diagnose und Behandlung möglichst schnell einzuleiten, um eine vollständige Rückkehr in den Alltag ohne bleibende Einschränkungen zu ermöglichen.
Viele orthopädische Probleme, die im Erwachsenenalter auftreten, gehen auf kinderorthopädische Erkrankungen zurück, die in der Kindheit nicht diagnostiziert, unzureichend behandelt oder nicht angemessen nachverfolgt wurden. Daher spielt die Kinderorthopädie auch eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung orthopädischer Beschwerden im Erwachsenenalter.
Die Kinderorthopädie zählt zu den grundlegendsten und wichtigsten Bereichen der orthopädischen Chirurgie und nimmt einen bedeutenden Stellenwert innerhalb der öffentlichen Gesundheitsversorgung ein.