Kinderurologie
Letztes Aktualisierungsdatum 08.05.2026 11:38:01
Die Kinderurologie befasst sich mit Erkrankungen des Harnsystems bei Kindern, einschließlich Nieren, Blase, Harnleiter und Harnröhre. Zu diesen Problemen zählen angeborene urologische Fehlbildungen, Harnwegsinfektionen, urologische Tumoren, Harninkontinenz, urologische Traumata sowie Erkrankungen der Geschlechtsorgane.
Was sind Kinderchirurgie und Kinderurologie?
Die Kinderurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Nieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre und Geschlechtsorgane bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren beschäftigt. Urologische Probleme im Kindesalter können sich von denen bei Erwachsenen unterscheiden. Diese Unterschiede hängen mit dem Wachstums- und Entwicklungsprozess des Kindes zusammen. Die Kinderurologie spielt eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung von Kindern. Fachärztinnen und Fachärzte für Kinderurologie helfen Kindern durch frühzeitige Diagnose und geeignete Behandlung, sich normal zu entwickeln und gesund aufzuwachsen.
Welche Erkrankungen behandeln Kinderchirurgie und Kinderurologie?
Die Kinderurologie befasst sich mit verschiedenen urologischen Erkrankungen und Problemen im Kindesalter. Zu den häufig vorkommenden Erkrankungen gehören angeborene urologische Fehlbildungen, Harnwegsinfektionen, Hydronephrose (Erweiterung der Niere), ureteropelvine Abgangsstenose, Hypospadie (Fehlbildung der Harnröhrenöffnung bei Jungen) sowie vesikoureteraler Reflux (Rückfluss von Urin aus der Blase in die Nieren).
Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie im Liv Hospital
In der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie des Liv Hospital werden alle chirurgischen Erkrankungen des Verdauungssystems, der Harnwege sowie des Brustkorbs (außer Herzchirurgie) bei Kindern vom pränatalen Zeitraum bis zum Alter von 16 Jahren ambulant betreut und behandelt. Chirurgische Eingriffe werden je nach Art der Erkrankung mit minimalinvasiven Methoden (Laparoskopie, Thorakoskopie, Endoskopie / narbenarme Verfahren) durchgeführt.
Chirurgische Eingriffe im Kindesalter, einer Phase besonders schnellen Wachstums und Entwicklung, begleiten Kinder oft ihr ganzes Leben lang. Daher sollten alle Eingriffe von hochqualifizierten Spezialistenteams durchgeführt werden, die eine intensive Ausbildung absolviert haben, moderne Behandlungstechniken beherrschen und in kurzer Zeit die bestmögliche Therapie anwenden können. Das Spezialistenteam der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie des Liv Hospital zeichnet sich nicht nur durch diese fachlichen Kompetenzen aus, sondern auch durch den sensiblen Umgang mit Kindern und Säuglingen.
Seltene Tumorerkrankungen wie „Ganglioneuroblastom“ und „retroperitoneales Teratom“, die weltweit nur bei etwa 4 von 1 Million Menschen auftreten, wurden in unserer Klinik erfolgreich vollständig chirurgisch behandelt – ohne zusätzliche medikamentöse Therapie. Mithilfe minimalinvasiver Techniken werden komplexe Fälle mit nahezu 100 % Erfolg, minimalen Narben, schneller Genesung und nahezu schmerzfrei behandelt.
Neugeborenenbeschneidung
Die Spezialisten der Kinderchirurgie und Kinderurologie des Liv Hospital betonen, dass verschiedene Studien zeigen, dass Harnwegsinfektionen im Neugeborenen- und Säuglingsalter bei früh beschnittenen Kindern im Vergleich zu unbeschnittenen Kindern durchschnittlich zehnmal seltener auftreten. Dank des erfahrenen kinderchirurgischen Teams und sicherer chirurgischer Bedingungen im Liv Hospital erholen sich Babys nach der Neugeborenenbeschneidung schnell, sodass Eltern ohne zusätzlichen Pflegeaufwand rasch in ihren Alltag zurückkehren können. Auch aus kosmetischer Sicht ist die nahtlose Beschneidung in diesem Alter besonders erfolgreich, da kein Schneiden und Nähen erforderlich ist.
In der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie des Liv Hospital werden bei Beschneidung, Gallenblasenoperationen, Hodenhochstand, Blinddarmentzündung und Hirschsprung-Erkrankung laparoskopische Methoden bevorzugt; bei Erkrankungen der Nieren und Blase kommen zystoskopische Verfahren zum Einsatz. Bei Fremdkörpern in den Atemwegen oder im Verdauungssystem sowie bei Erkrankungen dieser Bereiche werden ösophagoskopische bzw. bronchoskopische Methoden angewandt. Zu den größten Vorteilen dieser Verfahren zählen nahezu keine sichtbaren Narben nach der Operation, ein minimiertes Infektionsrisiko sowie eine schnellere Rückkehr der Kinder in ihren Alltag und in die Schule im Vergleich zu offenen Operationen.