Sprach- und Sprechtherapie
Er ist an der Behandlung von Stimm-, Sprach- und Schluckstörungen sowie Sprachstörungen in allen Altersgruppen beteiligt.
Letztes Aktualisierungsdatum 01.06.2026 09:31:33
Ein Sprach- und Sprechtherapeut/Sprachpathologe (SLP) befasst sich mit menschlicher Kommunikation sowie Sprache und Sprechen und ist an der Behandlung von Stimm-, Sprech-, Schluck- und Sprachstörungen in allen Altersgruppen beteiligt. Sprach- und Sprechtherapeuten/Sprachpathologen sind Gesundheitsfachkräfte, die für die lebenslange Prävention, Differentialdiagnose, Beurteilung, Therapie und wissenschaftliche Untersuchung von Störungen der menschlichen Kommunikation verantwortlich sind.
Was ist Sprach- und Sprechtherapie?
Die Sprach- und Sprechtherapie (SLP) ist eine Therapieform, die darauf abzielt, die Kommunikationsfähigkeiten von Menschen zu beurteilen, zu verbessern und zu rehabilitieren. Diese Therapie umfasst verschiedene Interventionsmethoden bei Problemen in den Bereichen Sprache, Sprechen, Stimme, Hören und Kommunikation. Die Sprach- und Sprechtherapie eignet sich in der Regel für Menschen aller Altersgruppen – von Kindern bis zu Erwachsenen.
Bei welchen Erkrankungen sind Sprach- und Sprechtherapeuten tätig?
Aufgaben, Befugnisse und Verantwortlichkeiten:
- Verantwortlich für die Prävention, Differentialdiagnose sowie die Planung und Durchführung von Interventionsprogrammen bei allen Störungen der menschlichen Kommunikation bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen.
- Artikulationsstörungen (infolge von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Zerebralparese usw. oder aufgrund funktioneller Entwicklungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen oder unbekannter Ursachen) sowie andere Sprechlautstörungen.
- Beurteilung und Therapie von Aphasie (Sprach- und Sprechverlust nach Schlaganfall) sowie anderen neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen (Dysarthrie, Apraxie).
- Therapie von Schluck- und Schluckstörungen.
- Stimmstörungen.
- Spezifische Sprachstörungen.
- Spezifische Lernstörungen (Dyslexie, Dysgraphie, Dyskalkulie) sowie Störungen, die die logische Verarbeitung bzw. das Schlussfolgern beeinträchtigen.
- Frühförderung und Therapie im Bereich Sprache und Sprechen für Kinder mit besonderem Förderbedarf oder Entwicklungsstörungen (wie Autismus).
- Sprach- und Sprechtherapie für Kinder mit Hörverlust sowie für Personen mit erworbenem Hörverlust.
- Schluck- und Sprechtherapie nach Laryngektomie oder Tracheostomie.
- Kommunikationsorientierte Therapie für Personen mit altersbedingten zerebralen Erkrankungen (ALS, Parkinson, Alzheimer, Demenz usw.).