Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei der es zu Problemen bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels (Glukose) im Körper kommt.

Letztes Aktualisierungsdatum 18.05.2026 10:24:15

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Regulierung des Blutzuckerspiegels (Glukose) gestört ist. Diese Störung entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert oder das produzierte Insulin nicht wirksam genutzt werden kann. Insulin ist ein Hormon, das den Blutzucker in die Zellen transportiert. Bei Diabetes wird dieser Transport erschwert, was zu erhöhten Blutzuckerwerten führt.

Liv Hospital Diabetesklinik

In der Diabetesklinik des Liv Hospital bilden richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung die Grundlage der Diabetesbehandlung. Wenn mit diesen Maßnahmen keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht wird, wird eine medikamentöse Therapie hinzugefügt. Die in der Diabetesbehandlung verwendeten Medikamente werden in zwei Gruppen eingeteilt: orale Antidiabetika und Insulin.

Die meisten Menschen, die im Erwachsenenalter an Diabetes erkranken, können viele Jahre erfolgreich ausschließlich mit oralen Antidiabetika behandelt werden. Bei Patienten mit vollständigem oder nahezu vollständigem Insulinmangel, unzureichendem Ansprechen auf orale Antidiabetika oder Kontraindikationen für diese Medikamente erfolgt die Behandlung jedoch mit Insulin. Für die korrekte Anwendung dieser Therapien ist die Schulung des Patienten unerlässlich und wird daher als integraler Bestandteil der Behandlung angesehen.

In unserem Krankenhaus werden Diabetespatienten von einem erfahrenen Team aus Endokrinologen, Fachärzten für Innere Medizin, Ernährungsberatern und Diabetesfachpflegekräften untersucht, behandelt und langfristig betreut. Patienten und Angehörige erhalten zudem umfassende Diabetes-Schulungen. Darüber hinaus werden Leistungen zur Früherkennung und Prävention für Personen mit erhöhtem Diabetesrisiko angeboten. Moderne Technologien wie Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukoseüberwachung kommen ebenfalls zum Einsatz.

Diabetes-Überwachungssysteme im Liv Hospital

Das Liv Hospital erleichtert die Blutzuckerkontrolle durch modernste Diabetes-Überwachungssysteme. Besonders für insulinpflichtige Patienten ist eine stabile Blutzuckereinstellung von großer Bedeutung. Während traditionell mehrmals täglich Messungen durch Fingerstiche durchgeführt wurden, ermöglichen neue Systeme mit auf der Haut platzierten Sensoren eine kontinuierliche Überwachung des Blutzuckers über 24 Stunden hinweg. Dadurch können Ernährungs- und Behandlungspläne individuell angepasst werden. Diese Technologie ähnelt dem Holter-System zur Blutdrucküberwachung.

Die im Liv Hospital verwendeten Blutzuckermesssysteme unterscheiden sich je nach individuellen Bedürfnissen der Patienten. Ein System ermöglicht eine kontinuierliche Messung über 14 Tage ohne Fingerstich, während ein anderes sechs Tage lang Daten aufzeichnet und 2–3 Fingerstichmessungen pro Tag erfordert. Dank Fernzugriff können diese Systeme den behandelnden Arzt oder Angehörige über den Blutzuckerstatus informieren und bei gefährlich niedrigen Werten Alarm schlagen. Diese Systeme sind besonders geeignet für insulinpflichtige Patienten, Schwangere, Personen mit Unwohlsein bei Fingerstichen sowie Patienten, die eine Fernüberwachung benötigen.

Was ist Diabetes und bei wem tritt er auf?

Diabetes ist ein Zustand, bei dem der Blutzuckerspiegel über dem Normalwert liegt. Glukose ist der wichtigste Energielieferant des Körpers. Die Bauchspeicheldrüse produziert das Hormon Insulin, das den Eintritt von Glukose in die Zellen ermöglicht. Besonders bei übergewichtigen Personen oder Menschen mit vergrößertem Taillenumfang steigt das Diabetesrisiko ab dem 40. Lebensjahr deutlich an. Das Risiko erhöht sich zusätzlich bei folgenden Faktoren:

Personen mit Diabetes bei Verwandten ersten Grades (Mutter, Vater, Geschwister), Frauen mit früherem Schwangerschaftsdiabetes oder Geburt eines sehr großen Kindes, Menschen mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten, grenzwertig erhöhtem Nüchternblutzucker (100–125 mg/dl), Prädiabetes, Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS), Personen mit Gefäßerkrankungen, niedrigem Geburtsgewicht, geringer körperlicher Aktivität, Ernährung reich an gesättigten Fetten und arm an Ballaststoffen, Schizophreniepatienten und Personen unter atypischer antipsychotischer Therapie sowie Organtransplantierte – insbesondere nach Nierentransplantationen.

In der Diabetesklinik des Liv Hospital behandelte Erkrankungen

In der Diabetesklinik des Liv Hospital tragen multidisziplinäre Teams aus spezialisierten Gesundheitsfachkräften mit umfassenden Behandlungskonzepten zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei. Mithilfe des HbA1c-Tests wird die Diagnose gestellt und anschließend ein komplexer Behandlungsprozess durch Fachärzte eingeleitet.

Diabetes mellitus (Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes): Die häufigsten Formen der Zuckerkrankheit sind Typ-1-Diabetes (juveniler Diabetes), Typ-2-Diabetes (Erwachsenendiabetes) und Schwangerschaftsdiabetes. Patienten werden durch erfahrene Endokrinologen, Internisten, Ernährungsberater und Diabetesfachpflegekräfte betreut. Langfristige Kontrollen und Schulungen für Patienten und Angehörige gehören ebenfalls zum Behandlungskonzept. Moderne Systeme wie Insulinpumpen und kontinuierliche Glukoseüberwachung werden angewendet.

Adipositas (Fettleibigkeit): Adipositas ist eine weltweit zunehmende Erkrankung und begünstigt zahlreiche Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Gelenkprobleme und Krebs. Vor Beginn der Behandlung muss abgeklärt werden, ob hormonelle oder metabolische Ursachen zugrunde liegen.

Insulinresistenz (Metabolisches Syndrom und Polyzystisches Ovarialsyndrom): Insulinresistenz ist ein häufig genetisch bedingter Zustand und liegt vielen Erkrankungen zugrunde. Das metabolische Syndrom beschreibt das gemeinsame Auftreten von Störungen des Zucker- und Insulinstoffwechsels, Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, erhöhtem Harnsäurespiegel und PCOS. Ohne Diagnose und Behandlung steigt langfristig das Risiko für Herz-, Gehirn-, Nieren- und Gefäßerkrankungen.

Untergewicht (Anorexia nervosa, Bulimie): Diese psychisch bedingten Erkrankungen treten vor allem bei jungen Frauen auf und können unbehandelt hormonelle Störungen verursachen. Auch Schilddrüsenerkrankungen zählen zu den häufigsten endokrinologischen Gesundheitsproblemen und beeinflussen zahlreiche Organsysteme. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist besonders vor und während der Schwangerschaft von großer Bedeutung.

Parathyreoidea-Erkrankungen: Die Nebenschilddrüsen regulieren den Kalziumstoffwechsel. Eine Unter- oder Überfunktion kann unbehandelt zu Osteoporose, Knochenbrüchen und weiteren metabolischen Komplikationen führen.

Hypophysenerkrankungen: Die Hypophyse steuert die wichtigsten Hormonsysteme des Körpers. Zu den Erkrankungen gehören Hypopituitarismus, Tumoren wie Prolaktinom, Akromegalie, Morbus Cushing und Hypophysitis. Die Behandlung erfolgt durch die Endokrinologie in Zusammenarbeit mit Neurochirurgie und Radioonkologie.

Nebennierenerkrankungen: Die Nebennieren befinden sich oberhalb der Nieren. Zu den Erkrankungen gehören Nebenniereninsuffizienz, hormonaktive Tumoren, Cushing-Syndrom, Phäochromozytom, primärer Hyperaldosteronismus, kongenitale adrenale Hyperplasie und Nebennierenkrebs.

Hirsutismus (übermäßige Behaarung): Hirsutismus kann genetische oder hormonelle Ursachen haben. Häufige zugrunde liegende Erkrankungen sind PCOS, Hyperprolaktinämie, kongenitale adrenale Hyperplasie und Cushing-Syndrom.

Erkrankungen der Hoden und Eierstöcke: Hormonstörungen können zu Unfruchtbarkeit, Libidoverlust, erektiler Dysfunktion oder verstärkter Behaarung führen und sollten endokrinologisch untersucht und behandelt werden.

Osteoporose und andere metabolische Knochenerkrankungen: Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels. Neben postmenopausaler Osteoporose gehören auch metabolische Knochenerkrankungen wie Morbus Paget und Osteogenesis imperfecta zum Fachgebiet der Endokrinologie.

Erkrankungen des Fettstoffwechsels: Fettstoffwechselstörungen und seltene metabolische Erkrankungen wie Gaucher-, Niemann-Pick- oder Fabry-Krankheit werden von Fachärzten für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen betreut.

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