Neurochirurgie
Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems befasst.
Letztes Aktualisierungsdatum 27.04.2026 13:04:19
Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der chirurgischen Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Neurochirurg:innen diagnostizieren und behandeln Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven sowie weiterer Strukturen des Nervensystems. Dieses Fachgebiet umfasst unter anderem Tumorchirurgie, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Epilepsiechirurgie, Verletzungen des Hirnstamms sowie Wirbelsäulen- und Rückenmarkschirurgie. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Was ist Neurochirurgie?
Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Spezialgebiet, das operative Eingriffe am Nervensystem und Gehirn durchführt. Fachärzt:innen beurteilen Erkrankungen, Läsionen oder Anomalien des zentralen und peripheren Nervensystems und behandeln diese mit chirurgischen Methoden. Dazu gehören komplexe Eingriffe wie Tumorchirurgie, Schlaganfallbehandlung, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenoperationen sowie die Behandlung von Nervenkompressionen. Ziel ist es, die neurologische Gesundheit zu verbessern und die Lebensqualität der Patient:innen nachhaltig zu steigern.
Allgemeine und komplexe chirurgische Anwendungen in der Klinik
In der Liv Hospital Klinik für Neurochirurgie werden sowohl erwachsene als auch pädiatrische Patient:innen mit Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems diagnostiziert und behandelt. Auch hochkomplexe chirurgische Eingriffe, die modernste Technologie und umfassende Erfahrung erfordern, werden erfolgreich durchgeführt.
- Bandscheibenoperationen (Lenden- und Halswirbelsäule) – mikrochirurgisch, vollendoskopisch, tubulär-endoskopisch
- Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen (Spinalkanalstenose, Spondylolisthesis)
- Periphere Nervenchirurgie (Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisnervenkompression)
- Angeborene Fehlbildungen (Spina bifida, Arnold-Chiari-Malformation)
- Operationen bei Tethered Cord
- Kraniosynostose (Schädeldeformitäten bei Kindern)
- Selektive dorsale Rhizotomie
- Hirn- und Rückenmarkstumoren (Glioblastom, Meningeom, Ependymom)
- Vaskuläre Malformationen (Aneurysmen, Kavernome, AVM)
- Parkinson-Erkrankung
- Tremor
- Dystonie
- Epilepsie
- Hirnblutungen (Subarachnoidalblutung, Subduralblutung, intrazerebrales Hämatom)
- Schädel-Hirn-Trauma
- Hydrozephalus (Shunt-Implantation, endoskopische dritte Ventrikulostomie)
- Spinale Tumoren (primär und metastatisch)
- Skoliose- und Kyphosechirurgie
- Spinale Infektionen (Spondylodiszitis)
- Wirbelsäulenfrakturen und Stabilisationschirurgie
- Lordose
- Tiefe Hirnstimulation (DBS)
- Hypophysentumorchirurgie (endoskopisch-transsphenoidaler Zugang)
- Schädelbasischirurgie
- Tumoren der hinteren Schädelgrube
- Tumoren der Pinealregion
- Hirnstammtumoren
- Aneurysmachirurgie
- Arteriovenöse Malformationschirurgie (AVM)
- Kavernomchirurgie
- Mikrovaskuläre Dekompression (Trigeminusneuralgie, hemifazialer Spasmus)
Optimale Behandlung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit
In geeigneten Fällen wird ein elektrophysiologisches Monitoring eingesetzt, um das Risiko neurologischer Funktionsverluste zu minimieren. Darüber hinaus kommen fortschrittliche Technologien wie Neuronavigation, Hybrid-OP (O-Arm), fluoreszenzgestützte Tumorchirurgie, intraoperative Angiographie mit ICG sowie intraoperativer Ultraschall zum Einsatz. Diese Technologien erhöhen die Präzision und Sicherheit während der Operationen erheblich.
Alle kraniellen Eingriffe werden postoperativ zunächst auf einer speziell ausgestatteten Intensivstation mit Einzelzimmern überwacht. In der Regel erfolgt die Verlegung auf die Normalstation am nächsten Tag, und die Entlassung wird zum sichersten und geeignetsten Zeitpunkt geplant.
Hoher Erfolg bei komplexen Erkrankungen
Ein Großteil der durchgeführten Eingriffe umfasst komplexe Fälle wie Hirn- und Rückenmarkstumoren, Aneurysmen, hemifaziale Spasmen, Trigeminusneuralgie, Parkinson und Dystonie. Darüber hinaus werden auch allgemeine neurochirurgische Erkrankungen behandelt. In der Liv Hospital Neurochirurgie lag die Infektions- und Komplikationsrate bei spezialisierten Eingriffen im vergangenen Jahr bei 0 %.
Modernste Ausstattung
Durch den Einsatz elektrophysiologischer Überwachung und moderner Intensivpflege wird das Risiko für Patient:innen minimiert. Nach Operationen erfolgt eine engmaschige Betreuung durch ein spezialisiertes Team, um eine sichere Genesung zu gewährleisten.
Erfahrenes Team und multidisziplinärer Ansatz
Der Erfolg jeder Operation basiert auf der koordinierten Zusammenarbeit eines erfahrenen, multidisziplinären Teams. Neurochirurg:innen arbeiten eng mit Fachbereichen wie Neurologie, Neuroradiologie, Anästhesiologie, Onkologie und Intensivmedizin zusammen. Besonders bei pädiatrischen Patient:innen spielt die Zusammenarbeit mit der Kinderklinik eine entscheidende Rolle. Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet eine umfassende Betreuung und optimale Behandlungsergebnisse.