Strahlentherapie
Die Strahlentherapie ist ein medizinisches Fachgebiet, das in der Krebsbehandlung zum Einsatz kommt
Letztes Aktualisierungsdatum 15.05.2026 13:36:03
Die Radioonkologie umfasst eine Behandlungsmethode, die als Strahlentherapie bekannt ist.
Was ist Radioonkologie?
Die Radioonkologie ist ein medizinisches Fachgebiet zur Behandlung von Krebs. Ziel dieses Fachbereichs ist es, Krebszellen durch den Einsatz hochenergetischer Strahlen oder Partikel zu zerstören oder zu kontrollieren.
Die Strahlentherapie ist eine Behandlungsmethode, die eingesetzt wird, um Krebszellen abzutöten oder ihr Wachstum zu kontrollieren. Dabei wird hochenergetische Strahlung gezielt auf Krebszellen gerichtet. Die Strahlung fokussiert sich auf den betroffenen Bereich und macht die Krebszellen unschädlich, indem sie diese zerstört oder ihre Teilungsfähigkeit beeinträchtigt. Gleichzeitig können auch normale, gesunde Zellen betroffen sein, diese besitzen jedoch in der Regel eine bessere Regenerationsfähigkeit.
Welche Anwendungen umfasst die Radioonkologie?
Die Radioonkologie kann verschiedene Anwendungen umfassen:
- Radiotherapie (Externe Strahlentherapie): Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsform, bei der hochenergetische Strahlen von außen auf Krebszellen gerichtet werden. Ziel der Radiotherapie ist es, Krebszellen zu zerstören oder ihr Wachstum zu kontrollieren. Die Behandlung erfolgt meist in mehreren Sitzungen, wobei jede Sitzung nur wenige Minuten dauert.
- Interne Strahlentherapie (Brachytherapie): Bei dieser Methode wird radioaktives Material direkt in oder nahe dem Tumorgewebe platziert. Die Brachytherapie ermöglicht einen engeren Kontakt mit dem Tumor und eine präzisere Kontrolle der Strahlendosis.
- Protonentherapie: Diese Form der Strahlentherapie verwendet hochenergetische Protonen zur Behandlung von Krebszellen. Protonen können tiefer in das Gewebe eindringen und verursachen dabei weniger Schäden an umliegendem gesundem Gewebe.
- Gamma Knife oder CyberKnife: Hierbei handelt es sich um stereotaktische radiochirurgische Verfahren, bei denen hochdosierte Strahlung mit fokussierten Strahlen auf einen Tumor gerichtet wird. Gamma Knife wird meist bei Hirntumoren eingesetzt, während CyberKnife in verschiedenen Körperregionen verwendet werden kann.
- Radionuklidtherapien: Diese Therapien basieren auf der Verabreichung radioaktiver Substanzen in den Körper, um Krebszellen gezielt anzugreifen. Sie werden insbesondere bei bestimmten Krebsarten wie Schilddrüsenkrebs eingesetzt.
- Radioonkologische Chirurgie (Radikale Chirurgie): Dabei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem der Krebstumor zusammen mit einem Teil des umliegenden gesunden Gewebes entfernt wird. Dieser Eingriff kann mit einer Strahlentherapie kombiniert werden.
Radioonkologie im Liv Hospital
Individualisierte Krebstherapie
In der Klinik für Radioonkologie des Liv Hospital Ulus wird ein individueller Behandlungsansatz verfolgt. Die Strahlentherapie kann sowohl allein als auch vor oder nach chirurgischen Eingriffen in Kombination oder nacheinander mit Chemotherapie angewendet werden.
Maximaler Schutz gesunder Gewebe
In der Abteilung für Radioonkologie des Liv Hospital wird eines der modernsten Strahlentherapie-Systeme eingesetzt: das Versa-HD Hexapod. Mit dem Versa-HD Hexapod kann während der Behandlung durch bildgestützte Verfahren eine schnelle und präzise Dosierung direkt auf den Tumor angewendet werden. Dabei wird gleichzeitig ein maximaler Schutz des umliegenden gesunden Gewebes gewährleistet.
Einsatz bei allen Krebsarten
Dank seiner synchronisierten Bewegungsfunktion wird das Versa-HD Hexapod besonders bei Lungen-, Brust-, Prostata- und Wirbelsäulenkrebs eingesetzt. In der Klinik für Radioonkologie des Liv Hospital wird das System erfolgreich bei allen Krebsarten verwendet, die eine Strahlentherapie erfordern.
Vorteile des Versa-HD Hexapod-Systems in der Strahlentherapie
- Die fortschrittliche Technologie verkürzt die Vorbereitungszeit der Patienten vor der Behandlung.
- Dank der hohen Dosisleistung werden die Behandlungszeiten deutlich reduziert.
- Radiochirurgische Eingriffe, die bei anderen Geräten 30–90 Minuten dauern, können in 5–20 Minuten durchgeführt werden; intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT), die normalerweise 10–20 Minuten dauert, kann innerhalb von zwei bis drei Minuten erfolgen.
- Durch die verkürzte Behandlungsdauer werden negative Auswirkungen tumorbedingter Bewegungen minimiert.
- Dank all dieser Vorteile erfolgt eine zielgerichtete Bestrahlung des Tumors.
- Die Anzahl der Behandlungssitzungen wird reduziert.
- Das System ist eine fortschrittliche Technologieplattform, die verschiedene Strahlentherapieoptionen wie IMRT, IGRT und SRS/SBRT vereint und insbesondere während der bildgeführten Strahlentherapie (IGRT) kleine Rotationsbewegungen durch die Hexapod-Tischtechnologie (sechs Bewegungsrichtungen) korrigieren kann.