Radiologie
Die Radiologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das mithilfe bildgebender Verfahren die Strukturen im Körper untersucht und bei der Diagnosestellung hilft.
Letztes Aktualisierungsdatum 30.05.2026 15:44:40
Die Radiologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das mithilfe bildgebender Verfahren die Strukturen im Körper untersucht und die Diagnosestellung unterstützt. Radiologen sind Fachärzte, die sich auf die Erkennung von Krankheiten, die Diagnosestellung und die Unterstützung von Behandlungsprozessen durch radiologische Bildgebung spezialisiert haben. Das Hauptziel der Radiologie besteht darin, anatomische und pathologische Strukturen im Körper visuell darzustellen, um Krankheiten besser zu verstehen und präzise zu diagnostizieren.
Welche Verfahren werden in der Radiologie eingesetzt?
Radiologen nutzen verschiedene bildgebende Verfahren. Zu den wichtigsten radiologischen Methoden gehören:
Röntgen (X-Ray): Mithilfe von Röntgenstrahlen werden Knochen und bestimmte Weichteile im Körper sichtbar gemacht. Diese Methode wird häufig zur Diagnose von Frakturen, Lungenerkrankungen und vielen weiteren Krankheitsbildern eingesetzt.
Computertomographie (CT): Die Computertomographie nutzt Röntgenstrahlen zur Erstellung detaillierter dreidimensionaler Bilder. Sie wird verwendet, um Organe, Blutgefäße und andere innere Strukturen detailliert darzustellen.
Magnetresonanztomographie (MRT): Die MRT erzeugt mithilfe starker Magnetfelder und Radiowellen hochauflösende Bilder des Körperinneren. Sie wird insbesondere zur Untersuchung von Gehirn, Rückenmark, Gelenken und Weichteilen eingesetzt.
Ultrasonographie (USG / Ultraschall): Ultraschallwellen werden genutzt, um Organe und Gewebe im Körper sichtbar zu machen. Dieses Verfahren findet Anwendung in der Schwangerschaftsvorsorge, bei Untersuchungen der Bauchorgane und in der Echokardiographie.
Nuklearmedizin: Hierbei werden spezielle radioaktive Substanzen eingesetzt, um die Funktion von Organen und Geweben zu beurteilen. Dazu gehören Verfahren wie SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography) und PET (Positronen-Emissions-Tomographie).
Liv Hospital Radiologie
Die Radiologieklinik des Liv Hospital bietet mit modernster Medizintechnik, einem erfahrenen Ärzteteam und einem multidisziplinären Ansatz gemeinsam mit Fachärzten verschiedener Disziplinen hochwertige Gesundheitsdienstleistungen an.
Die Klinik verfügt über ein in unserem Land nur selten vorhandenes 3-Tesla-MRT-System mit großer Magnetöffnung (70 cm), einen 256-Zeilen-CT-Scanner, zwei digitale Röntgensysteme, ein digitales Fluoroskopiegerät, zwei mobile digitale Röntgengeräte, ein digitales Mammographiesystem, ein Knochendichtemessgerät, drei Ultraschall- und Dopplersysteme sowie ein Angiographiesystem zur Unterstützung neuroradiologischer und vaskulärer Interventionen.
Niedrige Strahlenbelastung – Maximale Genauigkeit
Radiologische Bildgebungsverfahren sind richtungsweisende Untersuchungen für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen. Das Radiologieteam arbeitet organspezifisch und regional spezialisiert – einige Ärzte konzentrieren sich beispielsweise auf den Bauchraum, andere auf das Gehirn oder auf interventionelle Verfahren. Alle Untersuchungen werden mit bis zu 80 % reduzierter Strahlendosis durchgeführt.
MRT-Untersuchungen mit maximalem Komfort
Das MRT-Gerät der Radiologieklinik des Liv Hospital bietet durch seine große Öffnung sowie die Möglichkeit, während der Untersuchung Musik oder Videos abzuspielen, besonderen Komfort. Dies macht die Klinik insbesondere für Patienten mit Platzangst oder erhöhtem Körpergewicht attraktiv. Den Patienten wird eine sichere und angenehme Untersuchungsumgebung geboten.
Umfassender Ansatz bei Schlaganfällen
Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, tragen ein hohes Risiko für bleibende Behinderungen. In unserer Klinik können Blutgerinnsel, die einen Schlaganfall verursacht haben, mithilfe moderner interventionell-radiologischer Verfahren ohne Operation entfernt werden. Dadurch kann bei rechtzeitig vorgestellten Patienten das Risiko einer dauerhaften Behinderung nach einem Schlaganfall nahezu vollständig verhindert werden. In der Klinik für Interventionelle Radiologie des Liv Hospital werden zudem Hirnaneurysmen ohne offene Operation über einen Zugang in der Leistenregion behandelt. Nach dem Eingriff können die Patienten in der Regel direkt entlassen werden.
Blutlose Methoden zur Diagnose von Herzerkrankungen
Der 256-Zeilen-CT-Scanner des Liv Hospital verfügt zusätzlich zu den Standardfunktionen moderner CT-Systeme über HD-Detektoren und die Möglichkeit, Dual-Energy-Technologie mit nur einer Röntgenröhre einzusetzen. Dadurch sind hochentwickelte Bildgebungsverfahren möglich. Mit dieser Technologie können unter anderem Läsionen charakterisiert, Nierensteintypen bestimmt, Minderdurchblutungsbereiche bei Lungenembolien erkannt, Metastasen beurteilt, Gicht von Pseudogicht unterschieden, Artefakte durch Metallimplantate reduziert sowie Gefäß- und Koronarplaques im gesamten Körper analysiert werden.
Bestimmung des Herzinfarktrisikos
Ein weiterer wichtiger Test in der Radiologieklinik des Liv Hospital ist die „Tomographische Koronarkalzium-Score-Bestimmung“. Mit diesem Verfahren kann das zukünftige Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgeschätzt werden. Auf Grundlage der Ergebnisse werden individuelle Therapie- und Präventionspläne erstellt.
Besondere Leistungen
- 3-Tesla-MRT
- Computertomographie (CT)
- Virtuelle CT-Angiographie: Die in der Öffentlichkeit auch als „blutlose Angiographie“ oder „10-Sekunden-Angiographie“ bekannte Methode ermöglicht die Darstellung sämtlicher Gefäße innerhalb weniger Sekunden – ohne Kathetereingriff.
- Wenn keine Verengungen der Herzkranzgefäße vorliegen, bietet die Methode eine diagnostische Zuverlässigkeit von nahezu 100 %.
- Vaskuläre Interventionen
- Digitale Fluoroskopie
- Digitales Röntgen
- Knochendichtemessung (Densitometrie)
- Digitale panoramische und kephalometrische Röntgenaufnahmen
- Farb-Doppler-Ultraschall
- 4D-Echtzeit-Doppler-Ultraschall