Medizinische Onkologie
Die medizinische Onkologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich auf den Bereich der Krebserkrankungen konzentriert.
Letztes Aktualisierungsdatum 15.05.2026 13:54:07
Wie weltweit gehören auch in unserem Land Krebserkrankungen zu den besonders schweren Erkrankungen, die viele Menschen betreffen. Die Behandlungsmöglichkeiten entwickeln sich jedoch stetig weiter. Zu den häufigsten Krebsarten in unserem Land zählen bei Frauen Brust-, Lungen-, Dickdarm-, Rektum-, Gebärmutterhals-, Eierstock-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs; bei Männern Lungen-, Prostata-, Dickdarm-, Rektum-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Medizinische Onkologie ist ein Fachgebiet der Medizin, das sich auf Krebserkrankungen spezialisiert. Medizinische Onkologen sind qualifizierte Fachärzte für Diagnose, Verlaufskontrolle und Behandlung von Krebs.
Welche Erkrankungen behandelt die Medizinische Onkologie?
Die Medizinische Onkologie befasst sich mit allen Erkrankungen, die als Krebs bezeichnet werden können. Es gibt zahlreiche Krebsarten, und medizinische Onkologen betreuen Patienten mit diesen Erkrankungen. Zu den häufigsten zählen:
- Brustkrebs: Eine Krebsart, die aus dem Brustgewebe entsteht. Medizinische Onkologen befassen sich mit Diagnose, Stadieneinteilung und Behandlung von Brustkrebs.
- Lungenkrebs: Eine Krebsart, die aus dem Lungengewebe entsteht und häufig mit Risikofaktoren wie Rauchen in Verbindung steht. Medizinische Onkologen übernehmen die Behandlung und Nachsorge von Lungenkrebs.
- Dickdarm- und Rektumkrebs: Krebsarten, die von der inneren Auskleidung des Dickdarms oder Rektums ausgehen. Medizinische Onkologen sind auf deren Behandlung und Management spezialisiert.
- Prostatakrebs: Eine der häufigsten Krebsarten bei Männern, die meist in der Prostata entsteht. Medizinische Onkologen befassen sich mit Diagnose, Stadieneinteilung und Therapie.
- Magenkrebs: Eine Krebsart, die aus dem Magengewebe entsteht. Medizinische Onkologen übernehmen die Behandlung und Verlaufskontrolle.
- Lymphome: Krebsarten des lymphatischen Systems, darunter Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome. Medizinische Onkologen sind auf Diagnose und Behandlung spezialisiert.
- Metastasen von Krebserkrankungen: Die Ausbreitung von Krebszellen auf andere Organe. Medizinische Onkologen betreuen metastasierte Krebserkrankungen.
- Knochen- und Weichteiltumoren: Krebsarten, die aus Knochen oder Weichteilgewebe entstehen. Medizinische Onkologen verfügen über Fachwissen in Diagnostik und Behandlung dieser Tumoren.
Klinik für Medizinische Onkologie im Liv Hospital
Die Klinik für Medizinische Onkologie des Liv Hospital zeichnet sich durch modernste technische Ausstattung, hohe fachliche Kompetenz und ein spezialisiertes Ärzteteam aus. Mit dem Ziel, die wirksamsten Krebstherapien anzubieten, übernimmt die Klinik eine führende Rolle, indem sie sich auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten konzentriert und gleichzeitig eine umfassende Behandlungserfahrung bietet.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken
Die Medizinische Onkologie ist eine Spezialisierung der Inneren Medizin und spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Behandlung von Krebspatienten. Diagnose und Therapie erfolgen nur durch gemeinsame Entscheidungen aller beteiligten Fachabteilungen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Klinik für Medizinische Onkologie des Liv Hospital ist die Planung und Durchführung medikamentöser Therapien.
Die Behandlung richtet sich nach Stadium, Typ und individueller Situation
In der Klinik für Medizinische Onkologie des Liv Hospital wird die medikamentöse Krebstherapie entsprechend der Krebsart, dem Stadium der Erkrankung, den pathologischen Eigenschaften der Krebszellen, genetischen Veränderungen, Alter des Patienten, Begleiterkrankungen und Allgemeinzustand individuell festgelegt. In Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen werden Behandlungsplan und Medikamentenauswahl erstellt. Heutzutage wird die Krebstherapie zunehmend personalisiert und individuell angepasst.
Medikamentöse Therapie
In der Krebsbehandlung kommen verschiedene Medikamentengruppen zum Einsatz.
1) Die erste Gruppe umfasst „Chemotherapeutika“, die auf die Zerstörung von Krebszellen abzielen.
2) Die zweite Gruppe sind „zielgerichtete Therapien“, die Mechanismen blockieren, welche Wachstum und Vermehrung der Krebszellen ermöglichen.
3) Bei hormonabhängigen Krebsarten (wie Brust- oder Prostatakrebs) werden „antihormonelle Medikamente“ eingesetzt.
4) Eine weitere Gruppe bilden „supportive Medikamente“, die sowohl krankheitsbedingte Beschwerden als auch Nebenwirkungen der Behandlung lindern.
5) In jüngerer Zeit werden außerdem Immuntherapeutika eingesetzt, die das Immunsystem stärken und die körpereigene Abwehr gegen Krebs unterstützen. Die verwendeten Medikamente unterscheiden sich je nach therapeutischem Ziel.
Ziel ist die vollständige Beseitigung der Erkrankung
Medikamente können in frühen Krankheitsstadien ergänzend zur Operation eingesetzt werden, um bei Hochrisikopatienten nach der Operation mikroskopische Tumorreste zu beseitigen. Sie können auch vor einer Operation verwendet werden, um den Tumor zu verkleinern und seine Ausbreitung zu verhindern. In manchen Fällen werden sie gleichzeitig mit der Strahlentherapie oder vor bzw. nach der Bestrahlung eingesetzt. Bei lokal begrenzten Erkrankungen besteht das Ziel darin, die Krankheit vollständig zu beseitigen.
Kombinierte Behandlungen möglich
Bei fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Erkrankungen können Chemotherapie, zielgerichtete Therapien oder Kombinationen daraus eingesetzt werden, um die Krankheit unter Kontrolle zu halten, ihre Ausbreitung zu verhindern und die Lebensdauer zu verlängern. Ziel ist es, die Erkrankung in eine chronische Form zu überführen und weitere Schäden für den Patienten zu vermeiden. Bei manchen Patienten können nach erfolgreicher medikamentöser Kontrolle verbliebene Tumorreste zusätzlich chirurgisch entfernt werden.
Individueller Therapieplan
Die Klinik für Medizinische Onkologie des Liv Hospital bietet Diagnostik, Behandlung und Nachsorge bei zahlreichen Krebsarten an, darunter Brustkrebs, Lungenkrebs, Magen-Darm-Krebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leberkrebs, Gallenblasen- und Gallengangskarzinome, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs, Kopf-Hals-Tumoren, Osteosarkome und Weichteilsarkome, Hirntumoren, Blasen- und Nierenkrebs, Prostatakrebs, Hodenkrebs, malignes Melanom, Lymphome und Schilddrüsenkrebs.
Im Tumorboard wird die optimale Therapie festgelegt
Die Experten der Klinik für Medizinische Onkologie des Liv Hospital übernehmen die Betreuung und Behandlung von Krebspatienten in enger Zusammenarbeit mit allen relevanten Fachabteilungen. Im Tumorboard werden die bestmöglichen Therapieansätze für jeden Patienten geplant. Chemotherapie, zielgerichtete Therapien, Hormontherapie, Immuntherapie und unterstützende Krebsbehandlungen werden individuell durch medizinische Onkologen geplant und von erfahrenen Teams durchgeführt. Diese Therapien erfolgen in der Regel ambulant; bei Bedarf ist auch eine stationäre Behandlung möglich.
Wer gehört zum Tumorboard?
Das Tumorboard setzt sich aus Fachärzten der Abteilungen Radiologie, Radioonkologie, Medizinische Onkologie, Nuklearmedizin, Algologie, Pathologie, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie, Pneumologie, Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Gastroenterologie und Orthopädie zusammen.